Tiere als therapeutische Begleiter e.V.



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Presse

Solinger Tageblatt vom 20. Oktober 2002

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Mensch und Tier sind im Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" nicht nur programmatisch eine unzertrennbare Einheit. Foto: Ingo Baron

Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" gegründet

Stärken durch Umgang mit Tieren entdecken

Großer Zuspruch.

Jülich (ron). Tiere und Menschen können zu wirklich unzertrennlichen Freunden werden. Doch lässt sich dieses Verhältnis auch einsetzen, um Menschen mit sozialen Schwächen oder auffälligem Verhalten eine Hilfestellung zu geben.

Begleiter

Vor diesem Hintergrund wurde kürzlich in Jülich der Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" gegründet. Es gehe in der Arbeit dieses Vereins, so erklärt dessen Vorsitzende, die Tierärztin Dr. Josefine Heckhausen-Reinartz, vor allem darum, Menschen durch den Umgang mit den Tieren für ein soziales Miteinander zu sensibilisieren.
Das Unterfangen bekommt vor allem dann einen guten Sinn, wenn man einmal darüber nachdenkt, daß vielen Menschen, die sich sonst vielleicht eher sozial schwächer zeigen oder gar aggressiv reagieren, der Umgang mit den Tieren merklich leichter als der mit den Menschen fällt.

Auch aus den Erfahrungen mit ihrer "Tier-AG", wo es vorrangig um die richtige Haltung von Haustieren geht, an der katholischen Grundschule Jülich hat Heckhausen- Reinartz daher jetzt den Verein zusammen mit der Oberstudienrätin Silke Mollner-Suhr, der zweiten Vorsitzenden, gegründet. Dabei gehe es in dieser "Therapie" nicht vordergründig um die Behebung von Problemen, sondern vielmehr darum, eigene - bislang vielleicht unbekannte - Stärken und Fähigkeiten durch den Umgang mit den Tieren zu entdecken.
Vor allem wird der Verein in sogenannten Projekttagen in Schulen mit verhaltensauffälligen Kindernund Jugendlichen aktiv - Erwachsene sind aber freilich nie ausgeschlossen.

Projekttag

An einem solchen Projekttag, der immer in einem pädagogisch ausgearbeiteten Gesamtkonzept mit Vor- und Nachbereitung steht, gehen die Vereinsmitglieder nun beispielsweise mit Hunden, Katzen, Meerschweinchen, Mäusen,

Ratten aber auch Reptilien in die Einrichtungen und ermöglichen den Jugendlichen den Kontakt mit den Tieren, die meist von privaten Haltern oder von der Jülicher Tierhilfe zur Verfügung gestellt werden.
So solle, erklären Heckhausen-Reinartz und ihre Mitstreiter, beispielsweise Hyperaktivität und sozialen Störungen entgegengewirkt werden. Dass dies alles tatsächlich funktioniert, zeigen die Nachbereitung im Unterricht und die Erfahrungsberichte der entsprechenden Lehrkräfte, die oft von nie für möglich gehaltenen Erfolgen erzählen.

Aufbaustadium

Da sich der ehrenamtlich arbeitende Verein noch im Aufbaustadium befindet - die offizielle Gründung liegt erst gut einen Monat zurück - braucht er natürlich neben den zwölf jetzigen weitere Mitglieder.
Wer Interesse hat, kann sich unter 02461-2178 oder per Mail
(Kontakt@4pfotentherapie.de - Email geändert d. Webmaster) an die Vorsitzende Dr. Josefine Heckhausen-Reinartz wenden.

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