Tiere als therapeutische Begleiter e.V.



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Klippe 2006


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Presse 2004

Frei laufende Tiere im Klassenzimmer: Der Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" war gestern zu Gast in der 5 b der Baesweiler Lessingschule. Neben vielen Informationen gab es für die Kinder ungewöhnliche neue Erfahrungen.

Von unserer Mitarbeiterin Dagmar Meyer

Baesweiler. Ein ungewohnter Geruch zog gestern durch die Flure der Lessingschule in Setterich: Denn im Unterricht der Klasse 5 b ging's im wahrsten Sinne des Wortes tierisch zu. Der Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" besuchte die Mädchen und Jungen um Klassenlehrerin Kathrin Schovenberg mit Hunden, Nagetieren und Reptilien. Bei dem Besuch ging es nicht darum, einen Streichelzoo zu organisieren, sondern er diente einem sozialpädagogischen Zweck. Denn Tiere dienen als Kontaktbrücke - vor allem zu verhaltensauffälligen Jugendlichen.
Bereits in den ersten Stunden hatte sich die Vorsitzende des Vereins, Dr. Josefine Heckhausen-Reinartz, mit der Labradorhündin Maja und dem gerade 14 Wochen alten Welpen Lola eingefunden. Die Tiere liefen frei umher und freuten sich über die vielen neuen Menschen. Die Schüler nahmen sogleich intensiven Kontakt mit den Hunden auf - vor allem mit dem Hundebaby, das von Schoß zu Schoß gereicht wurde. Einige konnten sich gar nicht trennen und zögerten die Weitergabe heraus. Paul und Beatrice setzten sich zur schwarzen Labradorhündin auf den Boden und streichelten sie intensiv. Maja ließ sich gerne kraulen.

Heckhausen-Reinartz gab eine theoretische Einführung zu den einzelnen Tieren. Dazu wurden Tierkarten auf dem Boden ausge­breitet und verschiedene Overheadfolien aufgelegt. Sie erzählte den Kindern etwas zur Entwick­lungsgeschichte der Lebensweise, den Lebensräumen und den Bedürfnissen der einzelnen Tiere. Immer wieder bezog sie dabei die Fünftklässler in den Dialog ein. Mädels wie Jungs antworteten interessiert auf ihre Fragen, löcherten die Frau vom Fach selbst mit Fragen und erzählten Erleb­nisse aus ihrer eigenen Erfahrung mit Tieren. Im Raum herrschte eine lockere und entspannte Atmosphäre. Unter anderem wur­den dabei ein Wolfs-, ein Hunde- und ein Katzenschädel herum gereicht. Selin, Susanna, Sascha und Co. musterten gründlich die Exemplare.

Streichel-Echsen

Dann machte eine weiße Ratte die Runde. Tobias und Paul waren ganz mutig. Sie setzten das Tierchen mit langem Schwanz auf ihre Schulter und ließen es an ihrem Körper herumkrabbeln. Andere Schüler der Gemeinschaftshauptschule waren da eher zurückhaltend. Auf dem Schoß war es jedoch für die meisten okay. Das gleiche galt fürs Frettchen. Später kamen noch exotische Tiere wie Schlangen, Echsen und Wasserschildkröten hinzu. Auch hier waren die Reaktionen unterschiedlich. Je länger die Kinder jedoch mit den Tieren zusammen waren, um so mutiger wurden einige. So stellten sie unter anderem fest, dass auch Echsen zum Streicheln einladen. "Am Bauch sind die ganz weich."

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Unterricht einmal anders: Paul mit
dem 14 Wochen alten Welpen Lola

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Kontaktaufnahme auf dem Boden des Klassenzimmers: Die Schülerinnen und Schüler machten sich beim Besuch des Vereins "Tiere als therapeutische Begleiter" mit den Hunden vertraut.


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