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VON UNSERER MITARBEITERIN HANNAN GATZWEILER
Tiere haben auf Kinder eine besondere Anziehungskraft. Sie können eine Kontaktbrücke zu sozial benachteiligten
Kindern und Jugendlichen aufbauen und ihnen ein ganz neues Selbstwertgefühl geben.
Eine Erkenntnis, mit der der Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" Projekttage in Förderschulen und sozialen
Einrichtungen veranstaltet. In der Schule am Kurbrunnen, einer städtischen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt
Lernen, konnte man sich jetzt vom Erfolg des Konzeptes überzeugen.
Zu Beginn des Schultages stand eine theoretische Einführung auf dem Plan. Dr. Josefine Heckhausen-Reinartz stellte
den Schülern die Tiere vor. Heckhausen-Reinartz ist Tierärztin und Vorsitzende des Vereins. Neben einigen Hunden,
Meerschweinchen und Zwergkaninchen hatte sie auch Echsen, eine Schildkröte und eine Schlange mitgebracht.
Während die Schüler die Hunde und Nager sofort ins Herz schlössen, riefen die Reptilien höchst unterschiedliche
Reaktionen hervor. Von "bah, ich fass das nicht an" bis "die Schlange ist aber süß" zeigten die
Zwölfjährigen Ekel und Faszination zugleich. Nach anfänglichem Zögern trauten sich dann immer mehr
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Schüler an die Reptilien ran und nahmen sie sogar auf die Hand. Dabei war es erstaunlich zu beobachten, wie ein
sonst sehr verhaltensauffälliger Junge mit einer Schildkröte auf der Hand ruhig und zugänglich wurde. Begeistert
stellte er fest: "Der Kopf und die Füße sind ja ganz kalt und weich."
Schlusspunkt der Aktion war ein gemeinsamer Spaziergang von Tier und Mensch. Hier konnten die Schüler mit den
Hunden einen Parcours bestreiten. "Der Körperkontakt zwischen Kindern und Tieren ist sehr wichtig, um Ängste
und Probleme mit dem Selbstwertgefühl abzubauen", erläuterte Frau Heckhausen-Reinartz. Es seien bei den
Kindern deutliche Verhaltensänderungen zu erkennen. Auch Schulleiter Lutz Pirnay zeigte sich von dem Projekt
überzeugt. "Gerade für Kinder aus dem benachteiligten Milieu mit zum Teil starken Verhaltensschwierigkeiten
ist ein solches therapeutisches Projekt sehr hilfreich."
Leider gäbe es keine Sozialarbeiter an der Schule, die eine längerfristige therapeutische Betreuung ermöglichen
würden, sagte er. Besonders begeistert waren aber die Schüler selbst: "So was cooles hatten wir noch nie"
lautete der einhellige Tenor.
Weitere Informationen über den Verein und das Angebot gibt es auch im Internet unter www.4pfotentherapie.de
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