Tiere als therapeutische Begleiter e.V.



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Presse

Aachener Nachrichten vom 03. Februar 2006

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Zarte Annäherung mit großer Wirkung: In der Schule am Kurbrunnen halfen Tiere als therapeutische Begleiter

Therapeutische Helfer schlängeln in der Klasse

Projekttag in der Schule am Kurbrunnen

VON UNSERER MITARBEITERIN
HANNAN GATZWEILER

Tiere haben auf Kinder eine besondere Anziehungskraft. Sie können eine Kontaktbrücke zu sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen aufbauen und ihnen ein ganz neues Selbstwertgefühl geben.
Eine Erkenntnis, mit der der Verein "Tiere als therapeutische Begleiter" Projekttage in Förderschulen und sozialen Einrichtungen veranstaltet. In der Schule am Kurbrunnen, einer städtischen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, konnte man sich jetzt vom Erfolg des Konzeptes überzeugen.
Zu Beginn des Schultages stand eine theoretische Einführung auf dem Plan. Dr. Josefine Heckhausen-Reinartz stellte den Schülern die Tiere vor. Heckhausen-Reinartz ist Tierärztin und Vorsitzende des Vereins. Neben einigen Hunden, Meerschweinchen und Zwergkaninchen hatte sie auch Echsen, eine Schildkröte und eine Schlange mitgebracht. Während die Schüler die Hunde und Nager sofort ins Herz schlössen, riefen die Reptilien höchst unterschiedliche Reaktionen hervor. Von "bah, ich fass das nicht an" bis "die Schlange ist aber süß" zeigten die Zwölfjährigen Ekel und Faszination zugleich. Nach anfänglichem Zögern trauten sich dann immer mehr

Schüler an die Reptilien ran und nahmen sie sogar auf die Hand. Dabei war es erstaunlich zu beobachten, wie ein sonst sehr verhaltensauffälliger Junge mit einer Schildkröte auf der Hand ruhig und zugänglich wurde. Begeistert stellte er fest: "Der Kopf und die Füße sind ja ganz kalt und weich."
Schlusspunkt der Aktion war ein gemeinsamer Spaziergang von Tier und Mensch. Hier konnten die Schüler mit den Hunden einen Parcours bestreiten. "Der Körperkontakt zwischen Kindern und Tieren ist sehr wichtig, um Ängste und Probleme mit dem Selbstwertgefühl abzubauen", erläuterte Frau Heckhausen-Reinartz. Es seien bei den Kindern deutliche Verhaltensänderungen zu erkennen. Auch Schulleiter Lutz Pirnay zeigte sich von dem Projekt überzeugt. "Gerade für Kinder aus dem benachteiligten Milieu mit zum Teil starken Verhaltensschwierigkeiten ist ein solches therapeutisches Projekt sehr hilfreich."
Leider gäbe es keine Sozialarbeiter an der Schule, die eine längerfristige therapeutische Betreuung ermöglichen würden, sagte er. Besonders begeistert waren aber die Schüler selbst: "So was cooles hatten wir noch nie" laute­te der einhellige Tenor.
Weitere Informationen über den Verein und das Angebot gibt es auch im Internet unter www.4pfotentherapie.de

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